Adenin

Typ: Purin

Vorkommen: DNA/RNA

Adenin (A) ist neben Guanin, Cytosin und Thymin (Uracil in RNA) eine der vier Hauptbasen in DNA und RNA. Es ist ein Purinderivat mit zwei heterozyklischen aromatischen Ringen und einem gebundenen Substituenten (eine Amingruppe an Position 6). Das Nukleosid von Adenin ist Adenosin. Bei der Watson-Crick-Basenpaarung bildet es zwei Wasserstoffbrücken mit Thymin (Uracil in RNA).

Dessen Derivate haben eine Vielzahl von metabolischen Funktionen, einschließlich der Zellatmung, in Form von Adenosintriphosphat (ATP) und den Cofaktoren Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid (NAD) und Flavin-Adenin-Dinukleotid (FAD). ATP wird im Zellstoffwechsel als ein grundlegendes Medium zur Übertragung von Energie bei chemischen Reaktionen verwendet. Sein Derivat, das zyklische Adenosinmonophosphat (cAMP), ist ein sekundärer Botenstoff, der in vielen biologischen Prozessen wichtig ist.

Im Jahr 1885 präsentierte Albrecht Kossel seine Entdeckung von Adenin, das er aus Rinderpankreas (einer endokrinen Drüse) isolierte. Es wurde nach dem griechischen Präfix für Drüse ("aden") benannt.

Eigenschaften

Chemische Formel: C₅H₅N₅

Molmasse: 135,13 g/mol

Dichte: 1,60 g/cm³

← Zurück zum Glossar

Hol dir den ganzen Kurs

Quizze, Karteikarten, Fortschritt und 5 weitere Module — Genetik, Evolution, Zellbiologie, Entwicklung und Wissenschaftsgeschichte — in der Codon-One-App für iPhone & iPad.

Laden imApp Store