Stop-Codon

Terminationssignal

Codons: TAG TGA TAA

Stopcodons (TAG, TGA, TAA) innerhalb von Messenger-RNAs signalisieren die Beendigung der Translation in Proteine. Wenn die Translationsmaschinerie ein Stopcodon erreicht, ist die Addition von Aminosäuren abgeschlossen und das entstehende Polypeptid wird freigesetzt. Somit markiert es das Ende eines offenen Leserasters und damit des kodierenden Bereichs einer mRNA-Sequenz. Das Gegenstück zum Stopcodon, das Startcodon (ATG), kodiert gleichzeitig für die Aminosäure Methionin, während für die drei Stopcodons keine tRNAs und damit auch keine kodierten Aminosäuren existieren.

Ein vorzeitiges Stopcodon, das durch eine DNA-Mutation entsteht, kann die Produktion von verkürzten Polypeptiden verursachen, die normalerweise nicht funktionsfähig sind. Solche Mutationen werden daher als Nonsense-Mutationen bezeichnet. Andererseits führt eine Basensubstitution in einem bestehenden Stopcodon, die zu einem Aminosäure-kodierenden Triplett führt, zu einer fortgesetzten Translation und zu extrem langen nicht-funktionellen Polypeptiden. Daher wird diese Art der Basenänderung als Nonstop-Mutation bezeichnet.

Historisch wurden die drei Stopcodons bzw. die entsprechenden Nonsense-Mutationen "amber" (TAG), "ochre" (TAA) und "opal"/"umber" (TGA) genannt. Der erste Satz von Nonsense-Mutationen, der entdeckt wurde, nämlich "Amber", wurde nach Harris Bernstein benannt, da Bernstein auf Englisch Amber heißt. Die anderen beiden wurden in Anlehnung an das erste benannt.

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