Disulfidbrücke

Kovalente S–S-Brücke zwischen zwei Cysteinen

Stabilisiert die Faltung von Proteinen

Eine Disulfidbrücke ist eine kovalente Bindung zwischen zwei Schwefelatomen. In Proteinen entsteht sie, wenn die Thiolgruppen (–SH) zweier Cystein-Seitenketten oxidiert werden und sich zu einer S–S-Brücke verbinden. Da die beiden Cysteine in der Aminosäuresequenz weit voneinander entfernt liegen können, kann eine Disulfidbrücke entfernte Teile einer Kette miteinander verknüpfen und so die Tertiärstruktur stabilisieren. Sie kann auch getrennte Ketten verbinden, wie bei Insulin und Antikörpern. Disulfidbrücken sind besonders häufig in Proteinen, die außerhalb der Zelle wirken, und sie sind der Grund, warum eine Dauerwelle das Keratin der Haare umformen kann.

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